Automatische Übersetzungen werden zu einem immer beliebteren Werkzeug für die Sprachdienstleistungen im Export – von der Geschäftskorrespondenz bis hin zu technischen Dokumenten und Verträgen. Leider kann ihre unsachgemäße Verwendung, insbesondere ohne Überprüfung durch einen Fachmann, schwerwiegende rechtliche und finanzielle Folgen haben. Hier sind sieben reale Fälle, die zeigen, wie ein scheinbar kleiner Fehler zu ernsthaften Schwierigkeiten führen kann.

1. Fehler im Sicherheitsdatenblatt (Brasilien)

Die automatische Übersetzung eines SDB (Sicherheitsdatenblattes) aus dem Englischen ins Portugiesische führte dazu, dass das Dokument vom brasilianischen Zoll als unvollständig abgelehnt wurde.
Folge: Verzögerung bei der Zollabfertigung, Verwaltungsstrafe, Betriebsstillstand beim Empfänger.
Schlussfolgerung: Technische Unterlagen müssen von Personen übersetzt werden, die mit den lokalen Anforderungen vertraut sind.

2. Übersetzung einer medizinischen Gebrauchsanweisung (Rumänien)

Die Gebrauchsanweisung für ein Beatmungsgerät wurde automatisch übersetzt, wobei der Ausdruck „kein Druck” mit „zu hoher Druck” übersetzt wurde. Das Krankenhaus schaltete das Gerät aus, da es als defekt angesehen wurde.
Folge: Stillstand der Geräte, Gefahr für Patienten, Haftung des Herstellers.
Schlussfolgerung: In der Medizinbranche kann eine fehlerhafte Übersetzung kritische Folgen haben.

3. Maschinenunfall (Frankreich)

Die von einer KI ins Französische übersetzte Bedienungsanleitung für eine Baumaschine enthielt keinen ausdrücklichen Hinweis darauf, dass vor Wartungsarbeiten die Stromversorgung unterbrochen werden muss.
Folge: Unfall des Bedieners, Gerichtsverfahren, Schadenersatzpflicht.
Schlussfolgerung: Übersetzungen müssen den lokalen Arbeitsschutzvorschriften entsprechen.

4. Falsche Terminologie im Vertrag (China)

In einem Vertrag mit einem chinesischen Kunden wurde das Wort „warranty” fälschlicherweise mit „Garantie” übersetzt, anstatt mit „Gewährleistung”.
Folge: Der Kunde forderte eine Reparatur außerhalb des Gewährleistungsumfangs, es kam zu einem Rechtsstreit und hohen Kosten.
Schlussfolgerung: Die Rechtsterminologie muss genau auf das lokale Rechtssystem abgestimmt sein.

5. Allgemeine Bedienungsanleitung (Deutschland)

Ein deutscher Importeur erhielt eine aus dem Japanischen von einem nicht fachkundigen Übersetzer übersetzte Anleitung. Es fehlte die technische Terminologie – die Bediener nahmen die Maschine falsch in Betrieb.
Folge: Beschädigung der Geräte, Produktionsausfall.
Schlussfolgerung: Die Fachsprache muss der Praxis der lokalen Industrie entsprechen.

6. Übersetzung von Zolldokumenten (Ägypten)

In der Packliste wurde das Wort „Schraubendreher” mit „Spezialwerkzeug zum Zerlegen von Fahrzeugen” übersetzt.
Folge: Die Sendung wurde vom Zoll als Einfuhrbeschränkung unterliegende Ausrüstung zurückgehalten, was zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten führte.
Schlussfolgerung: Exportdokumente erfordern höchste sprachliche Präzision.

7. Fehler in der Übersetzung eines Gerichtsurteils (Polen)

Ein vereidigter Übersetzer gab den Status einer Verfahrenspartei in einem tschechischen Gerichtsurteil falsch wieder. Die polnische Behörde wies das Dokument als ungültig zurück.
Folge: Verzögerung des Wirtschaftsverfahrens.
Schlussfolgerung: Bei amtlichen Übersetzungen kommt es auf die Übereinstimmung mit der lokalen Rechtssprache an.

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